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HIV-Therapie allgemein

Die heute zur Verfügung stehende antiretrovirale Therapie (ART), salopp auch „Kombinationstherapie“ genannt, besteht meist aus 3 oder 4 Substanzen. Ihr Ziel ist es die Konzentration der Viren im Blut (Viruslast oder „Viral Load“) und im gesamten Körper über möglichst lange Zeit so niedrig wie möglich zu halten. Dadurch wird der Druck, den die Viren auf das Immunsystem ausüben, verringert.
Das bedeutet: Die richtige Einnahme kann die Zahl der HI-Viren sehr stark verringern, das Immunsystem wieder stärken, die Lebensqualität verbessern und die Lebenserwartung erhöhen.

Voraussetzung für den Erfolg einer Therapie ist allerdings die korrekte Einnahme der Substanzen. Medikamente, die nicht eingenommen werden, können natürlich auch nicht wirken. Außerdem besteht bei nicht korrekter und nachlässiger Einnahme die Gefahr, dass resistente – also auf die Therapie nicht mehr ansprechende Varianten – des HI-Virus entstehen und es so zu einem Therapieversagen kommt.

Seit einiger Zeit behandelt man jeden HIV-positiven Patienten unabhängig von seinen Laborwerten. In der Vergangenheit wartete man auf Grund der Komplexität der Therapie (viele Tabletten, mehrere Einnahmezeitpunkte) und der nicht unerheblichen Nebenwirkungen auf ein Absinken der CD4-Helferzellen. Hinter dieser Behandlungsstrategie des sofortigen Therapiebeginns steht die Erkenntnis, dass eine unbehandelte HIV-Infektion zu einer chronischen Entzündung des gesamten Körpers führt, die man auf diese Weise verhindern kann. Außerdem sinkt das Infektionsrisiko, das von einem optimal behandelten HIV-positiven Patienten ausgeht, deutlich ab.