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Affenpocken

Affenpocken sind eine durch Affenpockenviren verursachte Viruserkrankung.
Affenpockenviren kommen in West- und Zentralafrika bei Nagetieren vor. Seit 2017 werden in Nigeria vermehrt Affenpockeninfektionen bei Menschen diagnostiziert. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nach derzeitigem Wissensstand durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Schorf der Affenpocken-Infizierten, sowie durch Tröpfcheninfektion (in der Frühphase der Erkrankung) möglich. 

Die Inkubationszeit (=Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten von Symptomen) beträgt typischerweise 10-14 Tage. Symptome sind sehr mild und anfänglich hauptsächlich Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Erschöpfung und Lymphknotenschwellung. Nach 1-3 Tagen bilden sich Hautveränderungen (rote Flecken, Bläschen, Pusteln und Krusten). Die zahlreichen Fälle bei MSM (schwule und bisexuelle Männer) zeigen die Hautveränderungen überwiegend im Genital- und/oder Analbereich, aber auch an anderen Körperregionen.

Impfungen: Da zur Zeit noch nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht werden vorerst nur Kontaktpersonen von Affenpockenerkrankten (=Personen, die engen körperlichen Kontakt mit einer an Affenpocken erkrankten Person hatten) geimpft (möglichst spätestens 4 Tage, allerspätestens 14 Tage nach dem Kontakt). Dies erfolgt in Wien ausschliesslich in der Infektionsabteilung der Klinik Favoriten (ehemals Kaiser-Franz-Josef-Spital). Alle vor 1981 Geborene sind mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen die herkömmlichen Pocken geimpft (Impfpflicht), diese Immunisierung soll auch zu 85% gegen die Affenpocken schützen.

Maßnahmen zur Prävention sind Hygienemaßnahmen beim Umgang mit Erkrankten. Erkrankte sollten engen Kontakt strikt vermeiden. Für alle vor 1981 Geborene, die gegen Menschenpocken geimpft sind scheint ein zumindest 85%iger Infektionsschutz gegen Affenpocken zu bestehen, selbst Impfdurchbrüche (=Infektion trotz Impfung) scheinen kaum oder nur sehr milde Krankheitssymptome zu verursachen. Ein sehr hohes Risiko besteht zurzeit vor allem für Ungeimpfte bei sexuellen Kontakten. 

Ab sofort, können wir in unserer Praxis bei Verdachtsfällen mittels eines PCR-Tests eine Infektion nachweisen oder ausschliessen. Der PCR-Nachweis erfolgt durch Untersuchung des Rachenabstriches, des Bläschensekretes oder durch Krustenmaterial und ist kostenfrei.

Aktualisiert: 05.08.22