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Steter Cannabis-Konsum schwächt Gedächtnisleistung

Dass Cannabis negative Auswirkungen auf Geist und Körper haben könnte oder hat, wird von vielen Verfechtern der Legalisierung der Droge als kritisch betrachtet. Ein kanadisches Forscherteam um Professor Patricia Conrad hat sich nun aber mit dem Thema beschäftigt. Für die Studie wurden über einen Zeitraum von vier Jahren 3826 Schüler von der 7. bis zur 11. Schulstufe beobachtet und befragt, um die Auswirkungen von Cannabis und Alkohol auf die Gedächtnis- und Konzentrationsleistung festzustellen.

Wirkung von Cannabis auf Gedächtnis
Die Teilnehmer absolvierten jährlich eine Online-Umfrage, die zur Bewertung der Kognition sowie des Alkohol- und Cannabiskonsums diente. Die Forscher untersuchten die Beziehung zwischen der Änderung des Konsumverhaltens von Cannabis sowie der Erinnerungsfähigkeit, Wahrnehmungslogik, Verhaltenskontrolle und dem Kurzzeitgedächtnis. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass der Konsum von Marihuana – im Gegensatz zu dem von Alkohol – zu einem schlechteren Kurzzeitgedächtnis und einer veränderten Selbstkontrolle führe. Letzteres beweise, dass dauerhaftes Cannabis rauchen die Hemmungskontrolle negativ beeinflusst und deshalb als Risikofaktor für andere Abhängigkeiten gesehen werden kann. Außerdem verändere die Droge das Erinnerungsvermögen und verschlechtere das logische Denken – in höherem Ausmaß als Alkohol.

Ergebnisse sorgten für Kritik:

Die Ergebnisse riefen jedoch auch Kritiker auf den Plan, die argumentierten, dass der Cannabis-Konsum nur deshalb mit geringen geistigen Fähigkeiten verknüpft werde, weil vorwiegend jene Jugendliche mit ohnehin geringeren Fähigkeiten Marihuana konsumieren würden. Das widerlegt jedoch eine andere Studie, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt hat:
Der US-Neuropsychologe Randy Schuster hat die Ergebnisse seiner neuen Studie veröffentlicht, die sich ebenfalls mit den Auswirkungen von Cannabis-Konsum auf die Lern- und Gedächntnisleistungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen beschäftigt. Dafür wurden 88 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 25 Jahren aus Boston engagiert, die mindestens einmal pro Woche Marihuana rauchten. Für die Studie wurde die Hälfte der Teilnehmer dazu angehalten, ihren Cannabis-Konsum einzustellen, während die anderen nichts daran ändern sollten. Zur Kontrolle wurden sie mittels Urin-Tests überwacht und mussten an kognitiven Leistungstests teilnehmen, um ihre Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung messen zu können.Ein Monat

Abstinenz zeigt Verbesserung

Die Forscher kamen schließlich zu dem Ergebnis, dass die abstinenten Jugendlichen bereits nach einem Monat wesentlich bessere Lern- und Gedächtnisfähigkeiten vorweisen konnten als jene, die noch konsumierten. In der Aufmerksamkeitsspanne gab es jedoch keine wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Schuster sieht dies als Beweis, dass der Cannabis-Konsum die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen negativ beeinflusst.

krone.at