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Corona-Impfung 2021 – die medizinischen Fakten

Wer impft?

Sobald ausreichend Impfungen zur Verfügung stehen wird in den Ordinationen niedergelassener Ärzte in ganz Österreich kostenlos geimpft. Ob auch Impfstraßen, ähnlich der Teststraßen, eingerichtet werden, ist noch nicht endgültig geklärt. 

Wer wird geimpft?

In der Phase 1, die seit dem 27.12.2020 läuft, werden ausschließlich Patienten und Mitarbeiter in Pflege- und Pensionistenheimen, Personal in Covid-Stationen, sowie Personen über 80 Jahre geimpft. In der Phase 2, die vermutlich im Februar startet, werden Menschen mit einem erhöhten – auf Grund ihres Alters, einer speziellen Grunderkrankung oder einem beruflich bedingten – Infektionsrisiko geimpft. In der Phase 3, die im 2. Quartal (voraussichtlich ab April) startet, soll die Impfung der Gesamtbevölkerung zur Verfügung stehen.

Wie werden Sie bei uns geimpft? 

Alle Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko, die in der Phase 2 geimpft werden können, erhalten von uns eine Mail- und/oder SMS-Einladung mit einem zugewiesenen Impftermin (voraussichtlich 2-Stundenintervalle). Bitte beachten Sie, dass eine telefonische Zu- oder Absage NICHT erforderlich und auf Grund der hohen Patientenzahl (mehr als 2000 Patienten werden in dieser Phase von uns eingeladen und gegebenenfalls geimpft) nicht möglich ist. Bitte haben Sie Verständnis, dass der vorgeschlagene Impftermin nur in triftigen Ausnahmefällen verschoben werden kann. 

Wer ist ein Risikopatient der Phase 2?   

Hierzu gibt es Empfehlungen des nationalen Impfgremiums und des Gesundheitsministeriums. Dieser Personenkreis umfasst zum Beispiel Personen über 65 Jahre, sowie Menschen mit Organtransplantationen, Demenz, Trisomie 21, Adipositas (BMI>30), mit chronischen Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetiker, Menschen mit Herzrhythmusstörungen, HIV-Infizierte, Personen mit Immundefizienz und Autoimmunerkrankungen, Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), Tumorpatienten, Asthmatiker und Hypertoniker    (Einladungen zu den Impfungen erfolgt nach Verfügbarkeit des Impfstoffes und der Dringlichkeit). 

Wer erhält die Impfung auf Grund seines Berufs vordringlich?

Auch hierzu gibt es Empfehlungen des nationalen Impfgremiums und des Gesundheitsministeriums. Zu diesem bevorzugten Personenkreis gehören zum Beispiel: Personal in Schulen und Schlüsselpositionen in Politik oder bei Behörden, sowie in der kritischen Infrastruktur (Gesundheitswesen, Polizei, Militär, Feuerwehr, öffentlicher Verkehr, Abfallwirtschaft und so weiter), Mitarbeiter im Einzelhandel, Kulturschaffende mit einem erhöhten Infektionsrisiko (Einladungen zu den Impfungen erfolgt nach Verfügbarkeit des Impfstoffes und der Dringlichkeit) 

Sollen sich HIV-positive Menschen impfen lassen?

Die Antwort lautet eindeutig ja. HIV-Patienten zählen laut Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit zur Risikogruppe und werden daher bevorzugt in Phase 2 geimpft. Die durchgeführten Studien ergaben bei HIV-positiven Patienten, mit einem intakten Immunsystem weder eine erhöhte Nebenwirkungsrate, noch ein geringeres Impfansprechen.  

Greift der Covid-Impfstoff in mein Erbgut ein?

Diese Frage ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Ein Teil der Impfstoffe (mRNA-Impfstoffe) beruht zwar auf einem genetischen Prinzip, allerdings gelangt diese mRNA nicht in den Zellkern, wo unser Erbgut in Form einer DNA gespeichert ist. Außerdem wird diese Impf-mRNA, nachdem sie an bestimmten Zellorganellen (Ribosomen) den ersten Schritt der Immunität ausgelöst hat, wieder vernichtet.  

Wie können so viele Impfstoffe so rasch zugelassen werden?

Zum einen wurde unermesslich viel Geld in die Forschung gepumpt, zum anderen wurden Studienphasen, die üblicherweise hintereinander ablaufen, parallel durchgeführt und während der Studien die Zulassungsbehörden kontinuierlich informiert. Die zugelassenen Impfungen sind nach menschlichem Ermessen sicher und gut verträglich.

Brauchen Menschen, die bereits mit infiziert waren, eine Impfung?

Diese Frage ist noch nicht restlos geklärt, da wir nicht wissen wie lange eine Immunität nach einer durchgemachten Infektion anhält. Nach derzeitigem Wissensstand wird diesen Menschen auch eine Impfung in der Impf-Phase 3 empfohlen. 

Welche Nebenwirkungen sind bisher bekannt?

Hierbei muss zwischen Impfreaktionen, die bei allen Impfungen auftreten können, wie Rötung und/oder geringe Schmerzen an der Injektionsstelle, aber auch Abgeschlagenheit und leichtes Fieber, und wirklichen Nebenwirkungen oder allergischen Reaktionen unterscheiden, die allerdings sehr selten auftreten.  

Bin ich durch die Impfung vor der Infektion oder nur vor der Erkrankung geschützt?

Dies ist noch nicht endgültig geklärt. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass von geimpften Menschen trotzdem ein sehr geringes Infektionsrisiko ausgehen kann. Das würde bedeuten, dass nicht geimpfte Personen durch geimpfte, zwar mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit, aber doch infiziert werden könnten. 

Wie oft muss geimpft werden?

Die Grundimmunisierung erfolgt mit zwei Teilimpfungen innerhalb weniger Wochen (vorsichtlich 3-4 Wochen). Daten zu weiteren Auffrischungen fehlen noch, da sich der Beobachtungszeitraum erst über wenige Monate erstreckt. „Die Impfung wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht lebenslang schützen“, sagt der Infektiologe Prof. Zeitlinger. Daher ist es noch unklar, wann die Impfung aufgefrischt werden muss. 

Werden ältere Menschen die Impfung überhaupt vertragen?

Im Alter reagiert das Immunsystem nicht mehr so gut auf Impfungen. Daher könnte es sein, dass die Schutzwirkung bei älteren Menschen nicht so hoch ist wie bei jüngeren. In der Folge würden bei Älteren aber auch weniger Impfreaktionen auftreten.

Kann ich mir aussuchen, von welchem Hersteller meine Impfung kommen wird?

Nein, das hängt von der Verfügbarkeit und der Beschaffenheit der Impfstoffe ab. 

Wird es eine Impfpflicht geben?

Es wird – aus der Sicht des Mediziners leider – keine gesetzliche Impfpflicht geben, für niemanden, auch nicht für einzelne Berufsgruppen. Es kann allerdings ohne weiteres sein, dass bestimmte Veranstaltungen, Lokale oder Transportmittel nur für Geimpfte zugänglich sein werden.

Brauchen geimpfte Menschen keine Maske mehr?

Es können nicht alle Menschen in Österreich gleichzeitig geimpft werden, daher wird die Maske weiterhin wichtig sein. Erst wenn wir die Durchimpfungsrate von 65 Prozent oder darüber erreichen können wir die Masken fallen lassen.

Wer haftet für mögliche Impfschäden?

Das ist gleich, wie bei aller öffentlichen Impfaktionen: in Österreich gibt es ein Impfschadengesetz, wo Ersatzleistungen genau definiert sind. Außerdem hat jeder Arzt eine vorgeschriebene Haftpflichtversicherung. 

Wie kann ich meine Impfung nachweisen?

Der schon seit Jahren geplante elektronische Impfpass scheint nun Corona bedingt endlich einsatzbereit zu sein. Wir tragen die Corona-Impfungen selbstverständlich in Ihren e-Impfpass ein. Sollten Sie die Corona-Impfung auch in ihrem bisherigen Papier-Impfpass eingetragen haben wollen, ersuchen wir diesen bei uns in der Praxis abzugeben, Sie erhalten ihn bei der zweiten Impfung vollständig ausgefüllt zurück. Eine Abmeldung vom e-Impfpass ist übrigens nicht möglich.       

…und wenn ich mich nicht impfen lasse?

Personen, die sich dazu entschließen sich nicht impfen zu lassen, haben weiterhin ein hohes Infektions- und Erkrankungsrisiko und setzen sich und andere einer unnötigen Gefahr aus. Da sie weiterhin Überträger dieser gefährlichen Pandemie sind, gefährden sie auch Personen, die nicht geimpft werden können (Schwangere, Jugendliche) und andere Impfverweigerer, überlasten so unser Gesundheitssystem, verursachen unnötiges Leid und hohe Kosten. Wir möchten daher alle unsere Patienten dazu aufrufen sich impfen zu lassen und den radikalen Verschwörungstheoretikern und Querdenkern keinen Glauben zu schenken!

 
Corona - Impfung